Rott - Natürlich, schön und gut: so soll ein echter Naturholzboden
sein. Er darf neuerdings auch in einem außergewöhnlichen
Design oder in Farbe auffallen. Frische Farben
zeigen, dass Holzböden nicht nur mit Natürlichkeit
und Gesundheit punkten, sondern auch optisch Trendsetter
sind. 35 Prozent aller Naturholzböden, die bei dem
führenden Anbieter von geölten Böden, Hain in Rott die
Manufaktur verlassen, sind bereits farbig. Marketing-Chef
Peter Jansen geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter
fortsetzt.
Ausgefallener Boden fürs Private
Der Anfang lag, wie oft in der Branche, bei den Trendsettern des Objektbereichs:
Avantgarde-Boutiquen, Flagship-Stores und Designer-
Hotels haben es vorgemacht und Kunden und Gästen ausgefallene,
edle Naturholzböden zu Füßen gelegt. Sie setzten mit Farben und neuen
Oberflächenstrukturen trendige Akzente. Nun hat diese Entwicklung
auch private Bauherren und Renovierer erreicht. Seit einiger Zeit macht
sich auch im Privaten die Tendenz zu ausgefallenem Bodendesign bemerkbar.
Zu individueller Inneneinrichtung und Wohnstil gehören heute
Böden mit dem gewissen Etwas. Er ist wichtiger Teil der neuen Wohninszenierung.
Design & Ökologie
L’art pour l’art, also nur Design ohne Rücksicht auf Aspekte des Umweltschutzes
geht allerdings ganz und gar nicht. Design ja, aber unter
Berücksichtigung ökologischer Anforderungen. Ein Naturholzboden in
Farbe darf weder das Raumklima belasten, noch durch seine Oberflächenbehandlung
den ökologischen Vorteil des Holzbodens ad absurdum
führen. Manufakturen wie der Hersteller Hain schaffen diese Herausforderung:
Sie stellen Parkett aus nachhaltiger Produktion her, das
Natürlichkeit und trendiges Design verbindet.
Von schokobraun bis polarweiß
Die Farbpalette reicht vom warmen braun bis eisgrau, von schneeweiß
bis titanblau. Für fast jeden Einrichtungsgeschmack können passende
Farbtöne entwickelt und hergestellt werden. Skandinavienfans wählen
weiß gekalkte Böden, Altbausanierer mit hohen Räumen setzen auf
warmes Braun, wer es temperamentvoll mag, bevorzugt die Lava-Serie.
Bei aller Individualität gibt es eindeutige Farbfavoriten. Dazu gehört die
Farbe weiß, die ihren Siegeszug im Konsumgüterbereich begann, sich
dann als Trendfarbe bei Autos durchsetzte und nun die Einrichtungsszene
erobert. 60 Prozent aller gefärbten Hain-Böden verlassen das
Rotter Werk in Weißtönen, wobei weiß nicht gleich weiß ist. Die Palette
reicht von strahlendem Weiß bis zu Perlmuttfarben, von eisigen bis zu
cremigen Tönen. Ebenso gefragt: Titanblau, Symbol für Frische, und
eisgrau – ein Boden, auf dem sich Möbel in kräftigen Farben gut in
Szene setzen lassen.
Farbig: ja, pflegeaufwendig: nein
Beim Griff zu Farben sind Grenzen gesetzt: bei Naturholzböden, die
wie bei Hain eine handwerkliche Oberflächenbehandlung mit speziellen
Naturöl erhalten, stellen Verbraucher klare Anforderungen an den
Pflegeaufwand der Böden. Er muss in einem vernünftigen Bereich lie3
gen. Beim Einsatz von Farbe gilt deshalb: „Praktikabel muss es sein“,
so Peter Jansen. Leichte Pflege, unkompliziertes Ausbessern von Schadstellen,
einfaches Nachölen sind unabdingbar. Deshalb bieten sich alle
einkomponentigen Farben an, die reproduzierbar sind. Zweidimensionale,
gemischte Farben ermöglichen zwar extravagante Optiken, erfordern
im Falle von Ausbesserungen einen erheblichen, im Alltag nicht
praktikabeln Aufwand.
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