{"id":2305,"date":"2023-02-28T10:45:58","date_gmt":"2023-02-28T09:45:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.parkett.de\/blog\/?p=2305"},"modified":"2023-02-28T18:33:30","modified_gmt":"2023-02-28T17:33:30","slug":"parkett-in-schloessern-fuerstlichen-holzboden-unter-den-fuessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.parkett.de\/blog\/parkett-in-schloessern-fuerstlichen-holzboden-unter-den-fuessen\/","title":{"rendered":"Parkett in Schl\u00f6ssern: F\u00fcrstlichen Holzboden unter den F\u00fc\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bad Honnef. Parkett ist nicht nur ein edler, sondern seit Jahrhunderten auch ein f\u00fcrstlicher Bodenbelag. In Schl\u00f6ssern und schlossnahen Anlagen kamen und kommen die erlesenen H\u00f6lzer in ganz unterschiedlichen Varianten und Stilen zum Einsatz. Dank Knowhow und Geschick deutscher Parketthersteller und -verleger behalten Muster und Holzarten ihren Reiz \u2013 und bleiben attraktiv auch in modernem Ambiente. Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) zeigt einige aktuelle Beispiele.<\/strong><\/p>\n<p>Frisch renoviert und f\u00fcr Einheimische und Besucher in neuem Glanz: So pr\u00e4sentiert sich die Orangerie Neustrelitz nahe der Mecklenburgischen Seenplatte im Fr\u00fchjahr 2023: W\u00e4hrend W\u00e4nde und Decken in dem Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert leuchtend in den Landesfarben blau, gelb und rot erstrahlen, ist der Holzboden ein besonderer Hingucker: Nach historischem Vorbild wurde der Kassettenboden aus drei verschiedenen H\u00f6lzern fachgerecht ganz neu verlegt: mit Eiche, Robinie und der dunkel ger\u00e4ucherten Eiche. Ein umlaufender Randfries sorgt f\u00fcr den geometrischen Rahmen, der durch Rhomben mit Schmuckelementen aus der Robinie eingefasst ist. \u201eDie H\u00f6lzer f\u00fcr die 500 Quadratmeter gro\u00dfe Fl\u00e4che wurden eigens f\u00fcr die Erneuerung der Orangerie produziert\u201c, erkl\u00e4rt Alexander Dr\u00fcsedau vom gleichnamigen Parketthersteller. Diese 500 Quadratmeter erstrecken sich \u00fcber drei sch\u00f6ne, l\u00e4ngliche S\u00e4le mit Fl\u00fcgelt\u00fcren, die offen stehen, wenn die Orangerie f\u00fcr Besucher zug\u00e4nglich ist. Beim Verlegen des Parketts galt es, diese langen Fluchten in der Orangerie genau einzuhalten. \u201eDies ebenso wie die vor Ort anzupassenden und zu schneidenden Schmuckelemente im Parkett geh\u00f6rten zu den schwierigen und zugleich besonders sch\u00f6nen Aufgaben bei diesem Projekt\u201c, erkl\u00e4rt Parkettlegermeister Dietmar Ott von M\u00fcritz Parkett. Nach dem Verlegen wird das Massivparkett mit mattem, Zwei-Komponenten-Lack behandelt, um die reizvolle Oberfl\u00e4che gut f\u00fcr kommende Beanspruchungen zu sch\u00fctzen: Denn in diesem Jahr soll die im Auftrag des Eigent\u00fcmers, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, von Grund auf renovierte Orangerie nach mehrj\u00e4hriger Pause wieder f\u00fcr den gastronomischen Betrieb \u00f6ffnen.<\/p>\n<p><strong>Tafel-Parkett im M\u00fcnchener Schloss Nymphenburg<\/strong><br \/>\nSeine Belastbarkeit im Zeichen gastronomischer und festlicher H\u00f6hepunkte schon hervorragend bewiesen hat das Parkett im M\u00fcnchener Schloss Nymphenburg, eine Sommerresidenz aus der Zeit des Absolutismus. Mittendrin: Der Hubertussaal. Bei Konzertbestuhlung finden fast 400 Besucher in ihm Platz \u2013 und sitzen dann auf edlem Tafel-Parkett. In ihm sind verschiedene Holzt\u00e4felchen in einem gro\u00dfen Karree zu geometrischen Bildern verbunden. Daf\u00fcr hielt sich der Parketthersteller Schotten &amp; Hansen f\u00fcr die Muster der einzelnen Tafeln an das historische Vorbild. Die Deckschicht ist aus hellem Eichenholz, darunter verbirgt sich der mehrschichtige Aufbau. \u201eF\u00fcr das auch nach mehr als 12 Jahren attraktive Parkett haben wir vorgesorgt mit entsprechender Vorbehandlung und zuverl\u00e4ssigem Oberfl\u00e4chenschutz\u201c, erl\u00e4utert Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Heinloth. Denn in der Schotten &amp; Hansen-Manufaktur werden vor der Farbgebung Inhaltsstoffe, die f\u00fcr die Fleckenempfindlichkeit verantwortlich sind und das langfristige Erscheinungsbild des Holzes beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten, durch Waschen des Holzes reduziert. Die Holzporen sind danach leer und aufnahmef\u00e4hig f\u00fcr wasserabweisende Naturstoffe wie Harze, Wachse und \u00d6le, die die Oberfl\u00e4che sch\u00fctzen. \u201eF\u00fcr die Farbgebung werden holzeigene Inhaltstoffe aktiviert und feinste Pigmente, gewonnen aus Erden oder Gesteinen, in das Holz eingearbeitet\u201c, so Heinloth, der den positiven Effekt offenporiger Oberfl\u00e4chen f\u00fcr das Raumklima betont. Das Holz k\u00f6nne atmen, Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. \u201eAbgeschliffen wird die Oberfl\u00e4che nie, denn sie ist regenerierbar, so entwickelt sich \u00fcber die Jahre hinweg, auch unter starker Beanspruchung, eine homogene und hochwertige Patina.\u201c<\/p>\n<p><strong>Anleihen an Versailles auch in Dresden<\/strong><br \/>\nIn der Residenz der einstigen Kurf\u00fcrsten von Sachsen wandeln Besucher ebenfalls auf edlem Tafelparkett im Stile von Versailles, wenn sie in der Landeshauptstadt Dresden das Residenzschloss betreten. Auf rund 1.000 Quadratmetern liegt im Rotseidenen Zimmer, im Kabinett ebenso wie im Elbsaal sch\u00f6n gearbeitetes Tafelparkett. Dieses hat sich dort nun schon sieben Jahre bew\u00e4hrt. Projektleiter Marcus Brunsch vom Parketthersteller Bemb\u00e9 erl\u00e4utert: \u201eDie vom Bauherrn, dem Freistaat Sachsen, gelieferte Brettware wurde bei uns in Bad Mergentheim im lieblichen Taubertal getrocknet. Anschlie\u00dfend haben wir daraus die acht Millimeter starke Deckschicht f\u00fcr die Tafeln hergestellt.\u201c Die aus mehreren Einzelteilen bestehenden Tafeln wurden dann in der Schreinerei im dreischichtigen Aufbau komplett aus Eiche verleimt. \u201eDie Tafeln wurden in der Schreinerei formatiert und genutet, dann zusammengesetzt und r\u00fcckseitig geklammert. So k\u00f6nnen die Teile der Tafel als einzelnes f\u00fcr sich arbeiten, sind aber durch die Nut-Feder-Verbindung stabil untereinander verbunden\u201c, erl\u00e4utert der Leiter der Bemb\u00e9-Tafelschreinerei, Bernd Holzmann. Im Kabinett des Schlosses in Dresden wurde R\u00e4uchereiche verlegt, in den \u00fcbrigen Zimmern Eiche. Etwas Besonderes an dieser historischen Baustelle waren die Parkettarbeiten nach der Verlegung: Die Parkett\u00fcberst\u00e4nde mussten von Hand mit einer Ziehklinge vor Ort verputzt werden. Ein altes Handwerk war gefragt. Eine zun\u00e4chst ungewohnte Aufgabe, die man vor Ort ebenfalls meisterte und die zeigt, wie wichtig das Miteinander von Parketthersteller und -verleger ist, bei neu verlegtem ebenfalls wie bei bestehendem Parkett. Damit sch\u00f6ne, alte Dinge nichts von ihrem Glanz und Charme einb\u00fc\u00dfen, k\u00f6nnen Parkettprofis in die Jahre gekommene B\u00f6den \u2013 selbst Tafel- und Intarsienparkett \u2013 renovieren und \u00fcberarbeiten.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen zeigen: Das Parkett in vielen Schl\u00f6ssern und f\u00fcrstlichen H\u00e4usern ist h\u00e4ufig etwas ganz Besonderes, schon wegen der Anforderungen des Denkmalschutzes. \u201eWas nicht hei\u00dft, dass die dort verlegten B\u00f6den nicht auch f\u00fcr den \u201aHausgebrauch\u2018 f\u00fcr die eigenen vier W\u00e4nde infrage k\u00e4men \u2013 ganz im Gegenteil\u201c, erkl\u00e4rt der Vorsitzende vom Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp), Michael Schmid, und er erg\u00e4nzt: \u201eWas einst F\u00fcrstenh\u00e4usern und dem Adel vorbehalten war, ist heute f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungsschichten zug\u00e4nglich.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bild 1:<\/strong> Neustrelitz: Drei verschiedene Holzarten wurden nach historischem Vorbild in der Orangerie Neustrelitz verlegt. Copyright: DR\u00dcSEDAU<\/p>\n<p><strong>Bild 2:<\/strong> Dresden: Spezielles nach Kundenwunsch gefertigtes Tafelparkett<br \/>\nCopyright: Bemb\u00e9 Parkett Fotograf Rainer Boehme<\/p>\n<p>Bilder vom Hubertussaal und seinem Parkett k\u00f6nnen angefragt werden bei der Bayerischen Schl\u00f6sserverwaltung: E-Mail: <a href=\"mailto:foto@bsv.bayern.de\"><strong>foto@bsv.bayern.de<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br \/>\nHauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V.<br \/>\nChausseestra\u00dfe 99, 10115 Berlin<br \/>\nAlexander Knebel<br \/>\n<a href=\"mailto:alexander.knebel@holzindustrie.de\"><strong>alexander.knebel@holzindustrie.de<\/strong><\/a><br \/>\n0151-25006883<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V.<\/strong><\/p>\n<p>Der Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. (vdp) wurde 1950 in Wiesbaden gegr\u00fcndet. Seit 2006 befindet sich die Gesch\u00e4ftsstelle in Bad Honnef. Zurzeit sind 22 Parkett-Hersteller im vdp organisiert, die mehr als 90 Prozent der deutschen Parkettproduktion repr\u00e4sentieren. Auf seiner Website <a href=\"https:\/\/scnem2.com\/goto.php?l=fxf0mo.1kmjpsh,u=9c2972c1fdc91be6c74e5e0e0132aa10,n=5hy1m.2frp6iq,art_id=5hy1m.2frp6iq\"><strong>www.parkett.de<\/strong><\/a> informiert der vdp Fachleute und Endverbraucher \u00fcber alles Wissenswerte rund um das Parkett<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bad Honnef. Parkett ist nicht nur ein edler, sondern seit Jahrhunderten auch ein f\u00fcrstlicher Bodenbelag. In Schl\u00f6ssern und schlossnahen Anlagen kamen und kommen die erlesenen H\u00f6lzer in ganz unterschiedlichen Varianten und Stilen zum Einsatz. 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