{"id":2474,"date":"2024-05-24T06:38:12","date_gmt":"2024-05-24T04:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.parkett.de\/blog\/?p=2474"},"modified":"2024-05-22T23:41:48","modified_gmt":"2024-05-22T21:41:48","slug":"innenarchitektur-mit-parkett-die-natur-ins-haus-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.parkett.de\/blog\/innenarchitektur-mit-parkett-die-natur-ins-haus-holen\/","title":{"rendered":"Innenarchitektur: Mit Parkett die Natur ins Haus holen"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00fcrzburg\/Bad Honnef. Parkett tut nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch dem pers\u00f6nlichen Wohlbefinden gut. Wissenschaftlich untermauert und am lebendigen Beispiel erleben konnten das die Teilnehmer der Fachveranstaltung \u201eParkett in Franken\u201c im Umfeld der Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Parkettindustrie (vdp) am 16.\/17. Mai in W\u00fcrzburg. <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie Holz in Geb\u00e4uden und als Teil der Inneneinrichtung im Spannungsfeld von Natur und Kultur auf die menschliche Psyche wirkt und \u00e4sthetisch wahrgenommen wird, erkl\u00e4rte Prof. Michael Heinrich von der Hochschule Coburg, wo er den Fachbereich Innenarchitektur und das Institut f\u00fcr Mensch und \u00c4sthetik leitet. Deutlich machte Prof. Heinrich in seinem Vortrag beim vdp: \u201eZahlreiche Studien haben ergeben, dass Holz in der Innenarchitektur als wohltuend, n\u00e4mlich als warm, bequem, entspannend, natu\u0308rlich und einladend wahrgenommen wird. Das sind zugleich die wichtigsten Eigenschaften, die ein Heim nach Einsch\u00e4tzung vieler Menschen haben sollte\u201c, sagte Heinrich. Denn unsere \u00e4sthetischen Pr\u00e4ferenzen richten sich laut seiner Darstellung an den Hauptachsen Faszination (fascination), Sinnzusammenhang (coherence) und Wohlf\u00fchlen (hominess) aus.<\/p>\n<p>Holz hat also eine sehr hohe Bedu\u0308rfnispassung im Bereich des Wohnens. Hinzu kommen weitere interessante Eigenschaften. \u201eDie F\u00e4higkeit von Holzoberfl\u00e4chen, attraktiv zu altern, fu\u0308gt gestalteten Strukturen eine Dimension der Zeithaltigkeit hinzu, die dem menschlichen Bedu\u0308rfnis nach Sinnzusammenhang und narrativen Einbettungen aller Wahrnehmungen entgegenkommt\u201c, erl\u00e4uterte der Wissenschaftler. Holzmobiliar und -ausstattung k\u00f6nnen, wie Prof. Heinrich darstellte, nicht nur Stress mindern, sondern auch gleichzeitig sinnlich stimulieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Holz f\u00fcr das Bauen im Bestand<\/strong><\/p>\n<p>Wie Holz und gerade auch Parkett die von Prof. Heinrich beschriebenen Wirkungen dann in der konkreten Umsetzung entfalten, zeigten Prisca Wolters und Thomas Bieber von Thomas Bieber Innenarchitekten auf. Von der Wohnraumsanierung in Innenstadtlagen bis zum Bauen in Bestand in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen hat das W\u00fcrzburger Innenarchitektur-B\u00fcro in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt, bei denen Holz konstruktiv und im Innenausbau eine tragende Rolle spielt. \u201eNicht nur f\u00fcr die Oberfl\u00e4chen und die visuelle Gestaltung, sondern auch f\u00fcr den technischen Ausbau liegt Holz im Trend\u201c, betonte Wolters. Im Sinne eines Strukturwandels beim Bauen betont sie den Stellenwert des Bauens im Bestand und beklagt die fehlende Gleichberechtigung der Sanierungsf\u00f6rderung gegen\u00fcber dem Neubau.<\/p>\n<p>Als Erfolgs-Faktoren f\u00fcr die r\u00e4umliche Gestaltung insgesamt nannte Prisca Wolters vor allem Raumklima und Raumakustik, eine ausgewogene und zielsichere Farbgebung sowie gut abgestimmtes Licht. F\u00fcr die erfolgreiche Umsetzung von Projekten mit Holzbau ging sie auch auf die notwendige enge Kooperation mit Handwerksbetrieben, so Parkettleger-Unternehmen ebenso wie mit Herstellern ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf fachlicher Ebene wird solche Kooperation mit dem Handwerk beim vdp durch den Austausch mit dem Bundesverband Parkett und Fu\u00dfbodentechnik (BVPF) gepflegt, so durch gemeinsame Merkbl\u00e4tter zu Themen wie Fu\u00dfbodentemperierung, wie Michael Schmid als vdp-Vorsitzender deutlich machte. Er setzt darauf, dass durch die aktuellen Anstrengungen der Branche, so bei Umweltthemen, das Image von Parkett weiter gewinnt. \u201eParkett ist und bleibt der nachhaltigste Fu\u00dfboden und die Verbraucherinnen und Verbraucher haben nicht zuletzt mit dem starken Zuspruch w\u00e4hrend der Coronazeit schon gezeigt, dass sie unsere B\u00f6den lieben\u201c, sagte Schmid vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Marktlage.<\/p>\n<p>Hinzu kommen f\u00fcr die Position der Hersteller politische Unsicherheiten, so durch die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten (EUDR). Deren Ziele zur Eind\u00e4mmung von Raubbau und Urwaldzerst\u00f6rung seien gut. \u201eDoch was die Br\u00fcsseler Beamten daraus machen, ist wahrliche eine Kostenfalle f\u00fcr den Rohstoff Holz. Nicht nur dass der Klimawandel selbst die Kosten f\u00fcr Holz in die H\u00f6he treibt, jetzt sorgt die EUDR, wenn sie in ihrer jetzigen Form kommen sollte, noch f\u00fcr weitere Preissteigerungen im Holz\u201c, warnte der vdp-Vorsitzende in W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Steigende Laubholz-Anteile und Verbraucherappell<\/strong><\/p>\n<p>Das A und O f\u00fcr die Versorgung der Parketthersteller ist eine verl\u00e4ssliche Belieferung insbesondere mit Laubholz. In den heimischen W\u00e4ldern, so in Bayern, soll im Zuge des Waldumbaus hin zu klimastabileren Mischw\u00e4ldern der Anteil wichtiger Laubbaumarten wie Eichen erh\u00f6ht werden, wie Martin M\u00fcller von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bei der vdp-Veranstaltung deutlich machte. So sollen die Fl\u00e4chenanteile u.a. von Buche und Eiche bei den BaySF steigen, die Anteile von Fichte und Kiefer hingegen sinken.<\/p>\n<p>Allerdings sind im Zuge von Trockenstress und D\u00fcrresch\u00e4den nicht nur Nadelb\u00e4ume, sondern u.a. auch Buche und Eiche vom Klimawandel betroffen, etwa durch zunehmenden Sch\u00e4dlingsdruck, wie M\u00fcller darstellte. Er machte gleichzeitig deutlich: \u201eF\u00fcr die Bereitstellung nachhaltig gewonnenen Holzes aus heimischen W\u00e4ldern sind die BaySF ein verl\u00e4sslicher regionaler Partner der Unternehmen. Wir ermuntern auch die Verbraucher, verst\u00e4rkt dar\u00fcber nachzudenken, wo das Holz in ihren Produkten herkommt.\u201c<\/p>\n<p>Produktherk\u00fcnfte sind auch f\u00fcr den vdp ein wichtiges Thema. Schlie\u00dflich l\u00e4uft auf EU-Ebene aktuell eine Antidumping-Untersuchung der Europ\u00e4ischen Kommission zu Parkettimporten aus China. Der vdp begr\u00fc\u00dft diese Untersuchung und fordert konkrete Ma\u00dfnahmen, wie der Verband im Rahmen der Fachveranstaltung deutlich machte.<\/p>\n<p><strong>Bildmaterial<br \/>\n<\/strong><strong>Bild 1:<\/strong> Der vdp-Vorstand bei der Mitgliederversammlung in W\u00fcrzburg (v.l.: Bernhard ter H\u00fcrne, Volker Kettler, Michael Schmid, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Denny Ohnesorge, nicht abgebildet: Peter Hamberger).<br \/>\n<strong>Bild 2:<\/strong> Martin M\u00fcller, Bayerische Staatsforsten, mit Michael Schmid und Denny Ohnesorge.<br \/>\n<strong>Bild 3:<\/strong> Parkett ist ein Allrounder und passt im Sinne stilvoller Innenarchitektur und pers\u00f6nlichem Wohlbefinden in ganz verschiedene R\u00e4ume so wie hier ins Esszimmer. \u00a0Bildquelle: ter H\u00fcrne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrzburg\/Bad Honnef. Parkett tut nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch dem pers\u00f6nlichen Wohlbefinden gut. 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