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Aktuell:
Der vdp ist beim Wood Flooring Summit im Rahmen der domotex 2012 vom 14. bis 17. Januar mit einem Stand in Halle 9 vertreten.



12.01.2010

Statement von Anselm Kipp, vdp-Pressesprecher, anlässlich der DOMOTEX HANNOVER 2010 am 12. Januar 2010:

Die Parkett-Branche hofft 2010 auf leichte wirtschaftliche Entspannung Trends:
Parkett im Badezimmer, neue Farben und Oberflächen-Muster

Nachdem 2009 für die Parkett-Branche ein Krisen-Jahr war, hofft der vdp 2010 auf eine leichte wirtschaftliche Entspannung. Natürlich setzen wir darauf, dass die Konjunktur im In- und Ausland wieder anspringt, die Kaufkraft steigt und mehr Investitionen in Neubau und Modernisierung von Wohn- und Objektbauten getätigt werden. Realistisch betrachtet können wir aber nur einen zarten Aufschwung von niedrigem Niveau aus erwarten.

Die deutschen Parkett-Hersteller kämpfen mit bewährtem Rezept gegen die Absatzflaute: Qualität und attraktive Produkte. Sie bieten 2010 Handel, Handwerk und Endkunden ein breites Sortiment an hochwertigen Holz-Fußböden an. Wie attraktiv der natürliche Bodenbelag Parkett ist, das wird auch auf der DOMOTEX HANNOVER 2010 zu sehen sein. Ein Besuch in den Hallen 7 und 9, wo die Aussteller aus Reihen des vdp zu finden sein werden, wird sich also sicher lohnen.

Parkettproduktion war 2009 stark rückläufig
Ein wichtiger Indikator für unsere Branche ist der Bausektor, insbesondere der Eigenheimbau. In Folge der Wirtschaftskrise sind die Baugenehmigungszahlen 2009 tendenziell weiter zurückgegangen, auch wenn die Zahlen im letzten Quartal besser geworden sind. Das gibt Hoffnung, dass die Baukonjunktur 2010 zumindest nicht weiter einbricht.

Die Parkett-Branche hat 2009 besonders darunter gelitten, dass viele wichtige Exportmärkte in den Strudel der Finanzkrise geraten sind. Der Export ist – gemessen in Quadratmetern – in den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -20 % eingebrochen. Exemplarisch sind die Zahlen für Mehrschichtparkett: Die Exporte nach Norwegen, Spanien, Großbritannien und Schweden sind jeweils um über ein Drittel gesunken. Auf den wichtigen Märkten Frankreich und Italien lagen die Rückgänge bei -22 %.

Infolge des Nachfrageeinbruchs im In- und Ausland musste die Branche 2009 einen drastischen Rückgang der Parkettproduktion in Deutschland verkraften, der sich erst in der zweiten Jahreshälfte abgeschwächt hat. Laut einer internen Umfrage ist das Produktionsvolumen der vdp-Mitgliedsbetriebe in den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem Vorjahr im Ergebnis um 17,3 Prozent auf knapp 6 Millionen Quadratmeter zurückgegangen. Im Gesamtjahr 2008 haben sie noch 9,4 Millionen Quadratmeter produziert.

Sowohl bei Massivparkett (Stabparkett, Mosaikparkett etc.) als auch Mehrschichtparkett (zwei- und dreischichtiges Parkett, Landhausdielen) mussten wir einen deutlichen Produktionsrückgang hinnehmen. Während Mehrschichtparkett bis September 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17,1 Prozent auf ein Volumen von 5,5 Millionen Quadratmetern fiel, verschlechterte sich die Produktion beim Massivparkett um 18,7 Prozent auf 520.000 Quadratmeter. Als einziges Segment haben Landhausdielen der negativen Marktentwicklung getrotzt. Das Produktionsvolumen wuchs in den ersten drei Quartalen 2009 sogar um 5,7 Prozent auf rund 1,3 Millionen Quadratmeter.

Parkett-Trends für 2010
Parkett steht bei den Verbrauchern für Natürlichkeit, Wärme, Wertigkeit und behagliches Wohnen. Zahlreiche Varianten von Holzarten, Farbtönen und Formen geben jedem Echtholzboden einen individuellen Charakter. Für das kommende Jahr sehen wir in unserer Branche folgende Markt-Trends:

Parkett im Badezimmer
Parkettfußböden können in nahezu jeden Einrichtungsstil in jedem Wohnraum integriert werden. Sie ziehen immer öfter auch ins Badezimmer ein. Speziell bearbeitete Hölzer sind gut für den Einsatz in feuchten Sanitärbereichen geeignet. Das gilt besonders für harte heimische Hölzer wie Eiche oder Nussbaum.

Neue Oberflächengestaltungen: Strukturierungen und Lacke
Die Verbraucher wünschen sich zunehmend mehr Freiheiten bei der individuellen Gestaltung der Parkettoberfläche. Besonderheiten wie handgehobelte, gebürstete oder sägeraue Strukturierungen sind ebenso auf dem Vormarsch wie die Behandlung mit Naturölen, Mattlacken und Öl-Lack-Kombinationen.

Breiteres Farbspektrum: Von warmen Brauntönen bis zu Edelmetallfarben
Durch geeignete Beizmittel oder das Räuchern von Holz kann der natürliche Farbton aufgehellt beziehungsweise abgedunkelt werden. So können eine Vielzahl neuer Farben vollflächig oder punktuell – etwa in Intarsienoptik – realisiert werden. Besonders Räuchereiche wird in diesem Zusammenhang stark nachgefragt. Um bei Parkett die dunklen Holztöne von Exotenhölzern zu imitieren, werden heimische Hölzer wie Eiche, Esche, Ahorn und Buche thermisch behandelt. Neben den beliebten warmen Brauntönen sind heute auch buntere Farben begehrt. Das Farbspektrum reicht von Weiß- und Grautönen bis zu den Edelmetallfarben Gold oder Silber, die durch den Einsatz von Farbölen erreicht werden.

Der Verband der deutschen Parkettindustrie e.V.
Der Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. (vdp) wurde 1950 in Wiesbaden gegründet. Seit 2006 befindet sich die Geschäftstelle in Bad Honnef. Zurzeit sind 24 Parkett-Hersteller im vdp organisiert, die mehr als 90 Prozent der deutschen Parkettproduktion repräsentieren. Auf der Internet-Homepage www.parkett.de informiert der vdp Fachleute und Endverbraucher über alles Wissenswerte rund um das Parkett.

Flutgraben 2
53604 Bad Honnef
Telefon: 02224 - 9377-44
Fax: 02224 - 9377-77
Email: info@parkett.de

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