Bild: Hain



Guter Auftritt

Für das Wohlbefinden der Bewohner einer Wohnung oder eines Hauses spielt die Auswahl des passenden Bodenbelags eine große Rolle. Vor allem ein Echtholzboden kann aufgrund seiner flächenmäßigen Überlegenheit, seiner Hochwertigkeit und seiner Individualität mehr Einfluss auf ein erfülltes Leben in den eigenen vier Wänden haben, als ein schmuckes Möbelstück. Dank einer großen Palette an verschiedensten Parkettarten und -sortierungen kann fast jede Räumlichkeit ganz nach dem eigenen Geschmack gestaltet werden.

Mehrschicht- oder Massivparkett
Doch bevor die Bewohner in den Genuss des edlen Bodenbelags kommen, stehen sie vor der Qual der Wahl – schließlich sind die Möglichkeiten bei der Holzbodenverlegung mittlerweile nahezu grenzenlos. An erster Stelle steht die Überlegung, ob es ein Massiv- oder Mehrschichtparkett sein soll. Massivparkett besteht aus einer durchgängigen Schicht aus massivem Hartholz, das üblicherweise vollflächig verklebt und erst nach dem Verlegen abgeschliffen wird. Mehrschichtparkett, auch Fertigparkett genannt, besteht aus zwei oder drei miteinander verleimten Holzlagen, wobei die sichtbare Oberflächenschicht aus Hartholz besteht, das auf eine Trägerplatte aus zumeist Nadelholz beklebt wird. Es ist bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt. Verschiedene Arten von Klick-Verbindungen ermöglichen ein schnelles und passgenaues Verlegen. In den letzten Jahren hat sich bei den Dreischichtparkett-Elementen die sogenannte Landhausdiele etabliert. Die Diele besteht aus einer großen Decklage aus Hartholz. Der größte Pluspunkt der Landhausdiele ist dabei laut Schmidt die Optik der großformatigen Dielen, womit eine großzügige Raumwirkung erzielt werden kann.

Stab-, Mosaik- und Industrieparkett
Die Massivparkette unterteilen sich in erster Linie auf in Stab-, Mosaik- und Industrieparkett. Stabparkett besteht in der Regel aus 22 Millimeter massivem Holz, ist besonders widerstandsfähig und praktisch unverwüstlich. Es bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, da es sich für alle Verlegemuster eignet. Rings um die zirka 500 mal 70 Millimeter großen Holzelemente – die so genannten Stäbe – stellen Nut und Feder einen festen Verbund her. Der Parkettverleger verklebt die Elemente meist vollflächig auf dem Unterboden. Mosaikparkett besteht aus Holzlamellen, die mit acht Millimetern Dicke deutlich dünner als das Stabparkett, aber dennoch langlebig sind. Sie werden meist in Würfelform mit einer Kantenlänge von 160 Millimetern verlegt. Mosaikparkett ist ein Klassiker, der in zahllosen Holzarten, Sortierungen und Verlegemustern angeboten wird. Das so genannte Industrieparkett heißt eigentlich „Hochkantlamellen-Parkett. Es besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Holzlamellen, die allerdings hochkant angeordnet werden. Durch die Dicke von 22 mm kann das Parkett mehrfach abgeschliffen werden und ist daher sehr widerstandsfähig. Daher rührt der Name Industrieparkett, denn wegen seiner extremen Belastbarkeit wird es häufig für öffentliche Gebäude und sogar Werkstätten verwendet, zunehmend allerdings auch als 10 Millimeter starke Variante im Wohnbereich.

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