Bild: HARO



Parkett bereitet dem Schauspiel die perfekte Bühne

Holzfußböden fördern den Raumklang und beleben das Bühnenbild
Parkett gilt nicht nur im Wohnraum als beliebter Bodenbelag, sondern es wird auch in Räumen geschätzt, in denen musiziert oder geschauspielert wird. Ersteres liegt darin begründet, dass Holz Schallwellen absorbiert und dadurch den Nachhall reduziert. Im Ergebnis klingt die Musik sehr transparent. Eine ebenso herausragende Rolle spielt Parkett in großen Oper- und Theatersälen. Die Darsteller profitieren dort neben der optimalen Raumakustik von einem ausdrucksstarken, lebendigen Bühnenbild. In solch einem Ambiente können sie ihre Kunst perfekt in Szene setzen.

Welchen positiven Einfluss ein Holzfußboden auf einen großen Saal zu nehmen vermag, konnten bis vor Kurzem die Besucher der Münchner Kammerspiele live erleben. Speziell für das Stück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön Horváth wurde eine kreisförmige Bühne mit Drehscheibe entworfen, auf dem 200 Quadratmeter Eiche-Landhausdielen mit handgeschroppter Oberfläche aus einer heimischen Parkettmanufaktur verlegt waren. Die Bühnenbildnerin schätzte an dem Bodenbelag besonders die in der Farbigkeit vielfältige Oberflächenstruktur. Das Resultat war ein lebendiger Boden, der selbst ausdrucksstark war, ohne dabei aber den Schauspielern die Show zu stehlen. An diesem Beispiel ist gut zu erkennen, wie vielfältig mit dem Werkstoff Holz insbesondere im Bodenbereich auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden kann.

Bei Parkett erreichen Klänge den Zuhörer unverzerrt
Neben Schauspielern wissen auch Musiker Holz als Bodenbelag zu schätzen. So nutzen Hersteller von Musikinstrumenten – mit Ausnahme einiger Blasinstrumente oder Orgelpfeifen – seit eh und je Holz für die Produktion ihrer aufwändig hergestellten Klangwunder. Das liegt daran, dass Musiker auf die Reinheit der Klänge größten Wert legen. Die erzeugten Töne sollen nicht nachhallen und möglichst unverzerrt den Zuhörer erreichen. Holzböden sind einfach ideal für die Wiedergabe klassischer Musik geeignet. Die Klänge werden optimal im Raum verteilt und das mit einem ganz kurzen Nachhall. Mitschwingende Materialien oder Konstruktionen im Umfeld der Musikerzeugung sollten auf jeden Fall vermieden werden, da diese den Klang verfälschen. Etwas anderes ist dies allerdings bei Holzböden direkt auf der Bühne. Dort ist das Mitschwingen des Bodens für Cellisten oder Bassisten erwünscht, da sie so auf noch direkterem Weg mit ihrer Musik in Verbindung treten könnten.

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